Chronik

 

Als stolzer Besitzer des Führerscheines der Gruppe „B“ seit dem Jahre 1987, dachte
ich eigentlich nie daran den „A-Schein“ zu machen. Doch wie so oft im Leben treten halt manchmal einige unvorhergesehene Dinge ein wie z.B. dass man ein Motorrad geschenkt bekommt. In kürzerster Zeit, mit einigen Ausfahrten (natürlich auf Privatgeländen *gg*), war es dann soweit, ich hatte Blut geleckt. Im Jahre 1990 war ich nun auch noch stolzerer Besitzer eines A-Scheins. Anfänglich gurkte ich mit einer Yamaha RD 350 durch die Gegend. Wer dieses „Bike“ kennt, weiß, dass man auf einem bis zu 6000U/min. zockelnden Moped, welches sich dann blitzschnell in eine „aufsteigende Rakete“ verwandelt, befindet. Dieses wahrhaft nur schwer zu beherrschende Gerät trug viel zu meinen jetzigen Fahrkünsten bei.
Im Jahre 1996 war es dann soweit, mein erstes neues Motorrad, eine Honda CBR 600F. Der Unterschied zu dem Vorgänger war natürlich gigantisch.
Knappe 2 ½ Jahre dauerte die traute Liaison zwischen „Honda“ und mir. An einem Frühlingstag im Jahre 1999 nach einer Partie Squash traf ich dann meine „große Liebe“. Direkt neben meiner Honda sah ich ein zuvor noch nicht gesichtetes Traummotorrad in blitzblau gehalten. Es handelte sich um eine Yamaha YZF R6. Ich stieg sogleich auf mein Bike und machte mich auf den Weg zum nächsten Yamahahändler. Leider musste ich mit Bedauern feststellen, dass das gesuchte Bike angeblich erst wieder im Jahr 2000 verfügbar sei –ausverkauft- ein Gedanke mit dem ich mich nicht anfreunden wollte und konnte. Die 3 darauf folgenden Tage verbrachte ich ganztägig vor dem Telefon, ich rief quer durch Österreich um noch so ein Prachtstück zu ergattern. Ende Juni, nach einmonatiger Sucherei war es nun endlich doch noch dazu gekommen. Ich ergatterte das allerletzte Stück in Stockerau bei der Fa. Pesek. Die unterschiedliche Motorisierung zur Vorgängerin war nicht weiter als krass zu betiteln, jedoch das Handling. Die 40 Kilo machen sich im Kurvenbereich stark bemerkbar, man könnte sagen, dass die R6 fast so leicht wie ein Moped zu fahren ist. Dennoch ist Vorsicht geboten. 120 PS in Verbindung mit einem Eigengewicht von gerade einmal 170 Kilo, das entspricht einer Beschleunigung wie die des legenderen Lügenbaron auf der Kanonenkugel.
Dass eine Steigerung in der für mich nahezu perfekten Optik doch noch möglich ist, bewies das 2001er Modell. An der Frontpartie wurde nichts geändert, die Heckpartie wurde jedoch komplett umstrukturiert. Die weißen Heckleuchten wurden nunmehr mit LEDS bestückt und komplett in die Heckpartie integriert. Nach der 4ten oder 5ten Sichtung des Neumodells war es dann soweit, das Heck der 1999er musste anstelle des 2001er Modells weichen.
Weitere Umbauarbeiten:Jet Kit, Übersetzung, Rennkette, Akrapovic Auspuffanlage, Blinker vorne und hinten, blaues Windschild, Bereifung Bridgestone BT010 (der Beste nach langem Testen!!!)
Ich verbrachte viel Zeit mit der R6 und dem glühenden Asphalt. Eines Sommertages im Juni 2002 nach zwei verregneten Tagen wollten wir am Sonntag, der sich mit traumhaften Bikerwetter ankündigte, einen kleinen familiären Besuch abhalten und anschliessend eine Runde Richtung „Kalte Kuchl“ drehen. An diesem Tag erfuhr ich dann einen der größten Rückschläge in meinem Leben – Sie war F O R T – gestohlen, direkt vor der Haustüre.....
Die Saison war somit gelaufen. Nach sofortiger Anzeige warte ich heute noch auf die „angebliche“ Kontaktaufnahme mit der Kripo, nunja, ich denke das wird wohl nichts mehr... Was ich demjenigen, der sie gestohlen hat an den Hals wünsche, brauch ich wohl nicht extra zu erwähnen.
In der Saison 2003 kaufte ich einem langjährigen Arbeitskollegen und guten Freund seine Yamaha FZR 600 R Genesis ab, weil er sich nun endgültig dazu entschlossen hatte sich auch eine R6 zu gönnen (leider erfuhr ihm im Jahr 2004 das gleiche Schicksal wie mir, wobei die Diebe bei seinem Bike noch dreister vorgingen und sie aus einer Garage stahlen. Ein Haus daneben ist die Gendamarie ansässig, was soll man dazu noch sagen....).
Die Genesis war in Topzustand, mein Freund pflegt und wartet seine Sachen sehr ordnungsgemäß, und mit einer „kurzen Übersetzung“ hatte ich auch weiters keine Schwierigkeiten, mit der R6 auf diversen Ausfahrten mitzuhalten. Anfangs des Jahres 2004 entschloss sich meine Gemahlin nicht länger den Sozius meiner Bikes zu besteigen, und nun selber dem 2radvergnügen zu frönen – den A-Schein hatte sie ja schon lange (Anmerkung der Redaktion – keine Ahnung wie sie es solange auf meinem Rücksitz aushielt, ich würde dort nicht 1 Minute durchstehen *g*). Nach kurzer Eingewöhnungsphase auf einer Kawasaki ER5 wurde diese ihr sehr bald zu „langsam“, kurzerhand beschlossen wir, sie auf die Genesis zu „übersiedeln“. Schnell gewöhnte sie sich an diese, im Vergleich zu der ER5, Renngurke. Ein Seitengassennachrangsverletzer brach die erst kurzweilende traute Gemeinschaft zwischen meiner Frau und der FZR 600 R abrupt ab – Totalschaden! Um sie nachdem verständlichen Schock schnellstmöglich wieder auf 2 Räder zu bringen entschlossen wir kurzerhand ein Neumotorrad anzuschaffen – seither (Mai 2004) ist sie stolze Besitzerin einer schwarzen Suzuki Bandit 600 S und kommt mit dieser mittlerweile schon sehr gut zurecht.
Zu meiner Person zurück, wer aufmerksam mitgelesen hat, dem sollte nicht entgangen sein, dass meiner einer ja nach der Abtretung der Genesis ohne Bike war – das kann natürlich nicht anstehen....
Gleichzeit mit der meinerseitigen Abmeldung der Genesis wurde ich Hand in Hand (und bin es derzeitig noch immer *g*) stolzer Besitzer einer Yamaha YZF R1 Modell 2004. Kurzerhand wurden die kleinen optischen Mängel der Serienausstattung Schritt für Schritt bereinigt, umgebaut wurden - weisse Blinker, Akrapovic Auspuffanlage, blaues Windschild, Stahlflexbremsschläuche, mitlackierte Soziusabdeckung (ist ja nun nicht mehr erforderlich *g*, ferner ist das Mitfahren auf der R1 für Fahrer und Beifahrer eine Katastrophe...) und last, but not least eine ALARMANLAGE eingebaut. Zum heutigen Tage habe ich bereits ca. 5500 Kilometer auf die Rennwespe, wie ich sie gerne Aufgrund der stylistisch gelungenen Positionierung der Scheinwerfer nenne, gedreht. Mein Fazit bisher – wer schon länger dem 2-Radvergnügen verfallen ist und sich gerne auf echt heissen Eisen befindet, für dem ist die R1 wie geschaffen. Trotz ihrer 180 PS bei gerade einmal 172 Kilo ist dieses Bike im unteren Drehzahlbereich easy zu handeln, jenseits der 5000 U/min wird sie allerdings zur Bestie, ergo nichts für unerfahrene Biker! Im Handling ist sie jedoch fast wie die R6, also spielerisch durch jegliche Art von Kurven zu navigieren.
Das war es auch schon zum derzeitigen Stand (wird natürlich bei weiteren News upgedatet), ich denke es ist nun genug der Worte und wünsche viel Spaß hier auf meiner Homepage und würde mich sehr freuen, viele Statements von Euch entweder in meinem Gästebuch oder auch in meinem Forum zu finden.

 

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